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Kindergarten Update

Ende Oktober/anfang November hatten wir eine Zusage für einen Kiga Platz hier im Dorf ab Februar.

Wie ihr wisst wollten wir den Platz dort ja nicht, weil sie keine Krippe haben und auch weit zu laufen ist von uns aus. Hier könnt ihr nachlesen Kindergartenplatz die Erste und Kindergartenplatz die Zweite

Also wussten wir nicht, ob wir jetzt auf den von uns gewollten Platz hoffen sollten und die Krippe kündigen oder warten. Im November habe ich dann die Krippe gekündigt, da eine 3 Monate Kündigungsfrist besteht. Diese gilt leider nicht ab Tag der Kündigung sondern Ende des Monats. Sehr Deutsch. Also auf den 1. März gekündigt. Die Leiterin sagte, sie schaue, ob sie jemanden finde, der unseren Platz schon eher nehmen kann. Das ist nicht passiert. Daher „dürfen“ wir im Februar den Krippenplatz bezahlen, allerdings ohne Essen. Immerhin etwas weniger. Zusätzlich dürfen wir den Kiga Platz bezahlen. Jackpott. Na, was soll man machen. Doof aber wir habens ja… Meh. Wäre ich nicht schwanger hätte ich sie auch den Februar in die Krippe gehen lassen, aber ich möchte die Eingewöhnung gerne fertig haben, bevor das Baby kommt. Das wäre nämlich ganz ungeschickt 🙂

Nach ewigem hin und her mit der Dame vom Kita Amt haben wir diese Woche endlich den Brief erhalten, dass wir einen Ganztagsplatz in der Wunschkita erhalten. Leider ohne Mittagessen. Das bedeutet, ich muss sie zwischen 13 und 14 Uhr jeden Tag abholen und danach wieder hinbringen.

Die Amtsdame ist leider auch sehr unfreundlich und nicht hilfsbereit. Auf meine Fragen antwortete sie nie konkret. Auch ob ich jetzt einen Halbtagsplatz haben kann und auf Ganztags aufstocken wenn ich wieder arbeiten gehe quittierte sie mit einem „riskant, eventuell, kann ich nicht versprechen“. Ja super.

Ebenso sagte sie, dass ich meinen Anspruch auf einen Mittagsessensplatz verliere wenn ich in Elternzeit gehe. D.h. hätte ich den Kita Platz genommen, welcher 30min Fussweg von uns ist mit Essen, kann es passieren, dass ich auch dort den Essensplatz verliere und sie mittags abholen müsste. Das würde bedeuten mit einem Neugeborenen und 3 jährigem Kind 4 mal am Tag mind. 30min zu laufen bzw. welche 3 Jährige läuft schon so schnell wie eine Erwachsene Person. Total irre.

Gestern hatte ich dann ein Erstgespräch in der Wunschkita mit der Leitung dort. Eine sehr nette und freundliche Frau. Sie meinte, dass es leider gar nicht gut aussieht mit Essensplätzen. Wenn Schulkinder im September gehen und Plätze freigeben erhalten Krippenkinder das Essen, denn ein Krippenplatz kommt immer mit Essen. Daher ist für Kindergartenkinder dann nichts mehr frei. Total doof. Aber ich vertraue darauf, dass wir einen erhalten. Wenn wir einen Platz für das Baby erhalten dann erhält er automatisch Essen und sie damit auch. Die Leitung sagte, wenn man ein Krippenkind und ein Kiga Kind in der Einrichtung hat erhalten beide Essen. Anyway. Die Logik hinterfrage ich jetzt mal nicht.

Ich habe aber auch erfahren, dass sie eine lange Warteliste für Aufnahmen haben. Bei mir im Dorf gabs sowas nicht. Da kam man automatisch in den Kiga, in dessen Nähe man wohnte. Hier nicht. Sie erklärte mir, dass eine Kita 90% Kinder mit Migrationshintergrund hätte und viele Deutsche ihre Kinder deswegen nicht dorthin schicken möchten. Auch weil unterschiedliche Angebote im Kiga sind. In unserem machen sie Projekte, Ausflüge etc was echt toll klingt für die Kinder, in Kitas mit vielen Ausländern liegt der Fokus eher auf Sprachförderung. Was natürlich sinnig ist, aber die deutschen Eltern nicht möchten.

Heute hat meine Maus ihren letzten Krippentag. Hach…. und ab Montag fangen wir im Kiga an. Schauen wir mal wie schnell sie ist. Sie wird ihren Freund aus der Krippe bestimmt total vermissen aber endlich hat sie wieder Kinder in ihrem Alter und älter. Es sind ca 4 Mädchen im gleichen Alter in ihrer Gruppe. Das ist schonmal toll. Jetzt hat sie nur einen Freund in der Krippe, alle andern sind kleine Babys ca 1J alt. Das ist natürlich langweilig.

Sie kommt in die Gruppe welche Wissenschaften als Schwerpunkt hat und zwei männliche Erzieher. Die einzigen männlichen Erzieher der Einrichtung. Aber wie schonmal beschrieben arbeiten sie ja mit einem offenen Konzept d.h. sie kann in alle Gruppen gehen und auch lieber Puppen spielen gehen wenn sie möchte.

Ich freue mich, dass sie nun einen Kiga hat, auch wenn ich sie mittags holen muss. Früher war das ja normal 🙂 Da gabs kein Essen im Kiga. Wir werden uns da schon einspielen. Meine Maus wird groß. Und ab nächstem Jahr kann dann ihr Bruder hoffentlich mit ihr dort hingehen. Das wäre toll.

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Kindergartendings

Dieses Kindergartending ist ja schon schwer.

Hier im Ort geht es über eine zentrale Stelle. Dort meldet man ab wann man was für einen Platz sucht und in welchen Einrichtungen. Hier kann man Prioritäten abgeben.

Dies habe ich getan. Nun habe ich den Bescheid bekommen, dass wir einen Ganztagsplatz mit Mittagsversorgung haben könnten.

Oder in zwei weiteren Einrichtungen jeweils ein Ganztagsplatz aber OHNE Mittagsversorgung. Dh im Klartext man muss sein Kind in der Zeit von 12.00 – 14.00 Uhr abholen und zurück bringen.

In der Wunschkita haben sie momentan nichts frei.

Nun haben wir Besichtigungen in der Wunschkita (nennen wir sie Nr 1) und der Kita (nennen wir sie Nr 2), wo sie wirklich einen Platz mit Essen hätte gemacht. Die Wunschkita ist deshalb Wunsch, weil sie 2min von unserem Haus ist und ich sie de facto vom Haus aus sehen kann. Praktischer geht’s ja nicht. Die andere Kita ist ca 1,7km entfernt was einen ~20min Fußweg pro Strecke bedeutet bzw mit 3 jährigen Kind gerne mal das dreifache.

Die Vergabestelle wollte nochmal mit der Nr 1 gucken und sich melden. Der Hauptunterschied ist nämlich, dass Nr 1 auch eine Krippe hat. Nr 2 geht erst ab 3J los.

Jetzt denke ich mir, dass es generell einfacher wäre wenn später beide Kinder in dieselbe Einrichtungen gehen können. Aber auch hier: man hat keine Garantie, dass das zweite Kind in die Kita kommt, die man sich wünscht. Hängt ja alles davon ab, was wirklich frei ist etc.pp. Eh eine Wissenschaft für sich.

Nr 1 betreut max 100 Kinder. Gemischte Altersgruppen von 1-6J und offenes Konzept. Hier haben sie bis zu 24 Krippenkinder und der Rest Kigakinder. Die Einrichtung existiert seit über 10 Jahren. Die Gruppen sind ca 25 Kinder mit ~2 Betreuern.

Nr 2 betreut 60 Kinder. Gemischte Altersgruppen von 3 – 12J und auch offenes Konzept. Eigentlich war Nr 2 ein Hort für Schulkinder für zwei Schulen im Ort. Nun ist eine dieser beiden Schulen zur Ganztagsschule erweitert worden und dadurch ist die Hälfte der Hortkinder weggefallen. Die Stadt hat dann entschieden Nr 2 als Kindergarten zu öffnen. Momentan sind 13 Kindergarten Kinder dort und ca 37 Schulkinder am Nachmittag. Die zweite Schule im Ort ist dabei sich auch auszuweiten und eine eigene Ganztagsbetreuung im Haus anzubieten. Dann fallen auch die restlichen 37 Hortkinder weg und es wird ausschließlich ein Kindergarten sein. Das kann aber noch 1-2 Jahre dauern. Und eventuell wird dann auch eine Krippe für Kinder ab 1J angeboten. Dies ist aber noch nicht entschieden.

Weil es neu als Kindergarten etabliert ist, ist die Anfrage natürlich noch nicht so groß denn was der Bauer nicht kennt….. Schön ist dafür, dass 13 Kiga Kinder von 7.00 – 12.00 Uhr die komplette Einrichtung alleine haben und 3 Betreuer. Es ist aber halt eine sehr kleine Gruppe. Ab 12.00 Uhr trudeln dann die Hortkinder zum Mittagessen ein. Die Einrichtung ist momentan noch sehr auf große Kinder ausgelegt was jetzt nach und nach umgebaut wird. Es hat aber auch positives z.B. gibt es einen ganz tollen Werkraum wo die Kinder mit richtigem Werkzeug Holz etc. arbeiten können. Der Außenbereich soll ab ca. Dez neu gemacht werden, damit er auch für die Kiga Kinder etwas bietet denn zur Zeit ist nur ein kleiner Sandkasten da, ein Bolzplatz, eine Feuerstelle, eben tolle Dinge für große Kinder.

Direkt nebenan ist eine Krippe+ Kindergarten. Die Außenbereiche sind über ein Tor getrennt welches aber geöffnet wird, so dass die Kinder sich auf beiden Außenbereichen verteilen können. Beide Einrichtungen sind allerdings unabhängig voneinander und haben an sich nichts miteinander zu tun auch wenn sie ab und zu einen gemeinsamen Ausflug o.ä. machen.

An sich glaube ich, dass der Maus beides gefällt. Beide Einrichtungen arbeiten mit demselben Konzept welches mir persönlich sehr fremd ist, aber hier scheint überall dieses offene Konzept zu sein wo Kinder selbständig entscheiden in welchen Raum sie wann möchten und selbst entscheiden wann sie Mittag essen etc. Wird schon gut sein, wenn alle das jetzt so machen. Ich kenne halt feste Gruppen, Routine, feste Essenszeitpunkte. Dieses selbst entscheiden wann man was macht kenne ich so nicht.

Jetzt die Überlegung ob wir den angebotenen Platz nehmen sollen. Kind 2 könnte in die private Betriebskrippe gehen, wie die Maus jetzt auch. Das ist auch eine tolle Krippe und wir sind sehr zufrieden dort. Habe Kind 2 auch schonmal dort vorgemerkt, damit ich mind. Sicher weiß, dass mein Kind einen Krippenplatz hat.

Ich weiß einfach nicht, was richtig ist. Lieber abwarten bis woanders ein Platz frei wird? Bzw. je nach Aussage der zentralen Stelle, ob überhaupt irgendwann etwas frei wird. Sie meinte evtl. einen Platz ohne Essen in Nr 1. Das würde ich nur akzeptieren, wenn ich weiß, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt ein Essensplatz frei wird. Im Mutterschutz kann ich natürlich mein Kind abholen bzw. muss sie eh nicht den ganzen Tag gehen, aber ohne Essensplatz kann ich später auch nicht mehr arbeiten gehen. Das klappt dann natürlich nicht. Und mit neuem Baby möchte ich eigentlich auch nicht gleich mein Tagesrhythmus an den KiGa anpassen anstatt an das Baby.

Bei Nr 2 ist es halt auch so, dass es zum Bringen natürlich nicht so praktisch ist. Falls der Mann mit dem Bus zur Arbeit fährt kann er sie dort abliefern muss dann aber ne halbe Stunde auf den nächsten Bus warten. Oder ich bringe sie, aber dann halt wieder mit Baby. Meh. Vielleicht überdenke ich es auch. Von der Lage usw. würde ich Nr 1 wählen. Der Mann meinte vom Bauchgefühl findet er Nr 2 besser. Bei Nr 2 hat mich „gestört“, dass alles eher alt war. Allerdings wird dort nun auch vieles erneuert durch die Erweiterung.

Falls sich beim Amt nichts ergibt wird es eh auf Nr 2 rauslaufen. Dann müssen wir uns überlegen, ob wir damit generell glücklich sind, oder ob wir sie auf die Warteliste für eine andere setzten wollen (wenn das überhaupt geht) und sie später dann woanders hinbringen möchten.

Vom Beissen

Die Maus hat schon zwei mal dasselbe Kind in der Krippe in den Arm gebissen. Und wenn sie beisst, dann natuerlich richtig, so dass es weh tut.

Uns wurde dies an beiden Malen mitgetteilt. Den Namen des anderen Kindes duerfen sie nicht nennen, die Situation an sich sei, dass die Maus und das andere Kind dasselbe Spielzeug wollen, beide daran z.b. ziehen und die Maus beisst dann in den Arm des anderen Kindes, damit dieses loslaesst. Natuerlich sagen die Erzieher in der Krippe, dass sie das nicht darf. Sie ist ja erst 1,5J. Das versteht sie nicht, sie versteht aber sehr wohl, wenn man in ihr in dem Moment sagt, dass sie das nicht darf.

Nun war dann alles gut, und eine Weile war Stille. Uns wurde beim zweiten Mal mitgetteilt, dass die Mutter des anderen Kindes auch schon nachgefragt haette, wer denn beisst, aber das duerfen sie auch nicht sagen.

Jedenfalls erzaehlte mir die Erzieherin Gestern, dass die Maus heute wieder dasselbe Kind gebissen haette, weil sie sich gewehrt hat. Das Kind haette die Maus gezwickt, die daraufhin zurueck gebissen haette.

Gut, keine tolle Loesung, aber ich find es an sich gut, dass sie sich wehrt.

Die Erzieherin meinte dazu auch nur, dass es ja eine provozierte Situation gewesen waere, wir sollen aber ein Auge drauf behalten. Was die damit meinen ist mir auch ein bisschen Schleierhaft. Klar ermutige ich sie nicht zu beissen, zu Hause tut sie es auch nicht, ausser mal in die Kleidung aber dann sage ich ihr auch, dass sie das nicht darf.

Als wir die Maus eben abgeholt haben sagte die Erzieherin, dass die andere Mutter ziemlich ausgerastet sei und die Chefin der Krippe ihr erklaert haette, dass ihr Kind gezwickt hat und sie daraufhin gebissen wurde. Auf meine Frage, was die Mutter denn erwarte, dass wir tun, wurde nur wiederholt, wenn sie zu Hause beisst es zu unterbinden.

Nuja, eh klar. Ich finde das aber ganz schoen ueberzogen von der anderen Mutter. Natuerlich ist es keine tolle Situation wenn dein Kind gebissen wird, aber andereseits kann man auch nicht erwarten, dass 1.5 jaehrige Kinder sich einwandfrei benehmen. Im Nachhinein kann ich auch nicht mit meiner Tochter darueber sprechen, sie versteht ja gar nicht, dass ich eine Situation von Heute Morgen evtl. jetzt um 18.00 Uhr ansspreche und noch nicht mal mit Namen des Kindes sondern ganz generell. Ja, die Kinder sollen sich nicht gegenseitig weh tun, aber ich kann auch nicht von Erziehern oder Eltern erwarten, dass sie imm 100% alles unterbinden bevor es geschieht. Das geht ganz einfach nicht.

Ich sehe hier ehrlich gesagt gar kein Problem. Jedenfalls nicht so, wie es mir von der Krippe vermittelt wird. Sie hat jetzt drei mal gebissen. Ja. Zu Hause tut sie es nicht. Es ist immer dasselbe Kind. Ganz ehrlich, dann muessen die zwei vielleicht mehr getrennt werden im Alltag, aber Verstaendnis gegenueber der Mutter die da sehr sauer wird, habe ich nicht.